Eisenbahn-News aus Niederbayern

Igelbusse sollen auch im Winter fahren

PNP Freyung vom 05.02.2010

„Tierisch Wild“-Geschäftsführer stellt Nationalparkausschuss Herzensangelegenheit vor - Jahresplanung war Thema

Von Annette Nigl

Freyung. Die Akzeptanz für den Naturschutz steigern und dadurch die Übernachtungszahlen erhöhen - dies ist das erklärte Ziel von Rainer Bomeisl, Geschäftsführer der Nationalparkregion „Tierisch Wild“. Dazu gehöre nicht nur, dass die „Tierisch Wild“-Gemeinden immer enger zusammen arbeiten. „Wir möchten auch die Igelbusse im Winter fahren lassen“, erklärte Bomeisl in der Sitzung des Kommunalen Nationalparkausschusses.

 

Bis jetzt fahren die Igelbusse nur von Mitte Mai bis Ende Oktober. Dies sei laut Bomeisl zu wenig. Wenn der Service auch im Winter angeboten würde, wäre dies eine sinnvolle Verknüpfung mit dem Pilotprojekt, dass Urlauber künftig mit der Kurkarte gratis das Bayerwaldticket benutzen können. Das Angebot würde die Region für Gäste attraktiver gestalten. „Dieses Thema liegt uns sehr am Herzen“, auch wenn es finanziell eine Herausforderung darstelle. „Wir wollen in der nächsten Zeit ein Konzept vorlegen, wie dieses Vorhaben umsetzbar ist. “ Mit der Gästekarte soll laut Bomeisl nicht nur eine kostenlose ÖPNV-Nutzung möglich sein, sondern auch Ermäßigungen für Bäder oder zum Beispiel das Baum-Ei.

Neben diesem Wunsch habe man sich auch für das laufende Jahr in Sachen Innen- und Außenmarketing jede Menge vorgenommen. Das Motto „Tierisch wild“ müsse in den Gemeinden bewusst gelebt und vertreten werden, erklärte Britta Baums, beim Nationalpark zuständig für Tourismus und Regionalentwicklung. Deshalb sollen heuer in den Touristinfos der Gemeinden Säulen oder Wandtafeln aufgestellt werden mit dem Hinweis auf den Nationalpark. Auch einheitliche Ortseingangstafeln seien geplant, Grafenau habe hier schon beispielhafte Vorarbeit geleistet. Die Botschaft müsse lauten, dass die Gemeinden hinter dem Nationalpark stehen und sich mit der Ideologie identifizieren.

Geplant seien 2010 auch jede Menge Veranstaltungen in den Gemeinden, wie die Hirschtage oder die Eröffnung des Bärenpfads zwischen Neuschönau und Grafenau. Auch im Bereich Marketing
Bomeisl erklärte, dass durch die gute Arbeit im vergangenen Jahr eine Basisarbeit geleistet worden sei. „Tierisch wild hat sich positioniert, es ist genug Potential da.“ Darauf müsse man nun aufbauen.
Ebenfalls jede Menge Aufbauarbeit leistet derzeit Christina Wibmer. Im Nationalparkausschuss gab sie einen Bericht über den derzeitigen Stand der Dinge rund um das Thema „Fahrtziel Natur“. Ziel sei es, dass Gäste mit der Kurkarte kostenlos die ÖPNV-Systeme des Bayerwaldticktes nutzen können (die PNP berichtete). In zahlreichen Gemeinderäten sei dieses Thema schon diskutiert worden, sagte Wibmer. Nun gehe es um die Umsetzung. Schwierigkeiten gebe es noch bei der Gestaltung der Gästekarten, damit diese nicht gefälscht werden können. „Außerdem brauchen wird noch einen Namen und ein Logo“, und zwar bis Mai. Denn dann startet bis Ende Dezember 2011 eine Pilotphase.
Daran beteiligen sich bisher Grafenau, Spiegelau, Schönberg, Neuschönau, Hohenau, St. Oswald-Riedlhütte und Mauth. „Im Landkreis Regen ist der Funke für das Projekt noch nicht so übergesprungen“, merkte Wibmer an.

Dies müsse sich noch ändern, appellierte der erste Vorsitzende Landrat Ludwig Lankl. Sein Stellvertreter, Regens Landrat Heinz Wölfl, erklärte, man werde hier noch verstärkt auf die Gemeinden zugehen.

Josef Wanninger von der Nationalparkverwaltung erklärte, dass das ÖPNV-Projekt eine riesige Chance sei, die man als Gemeinde nutzen müsse. „Wir haben eine Infrastruktur die es in Deutschland kein zweites Mal gibt.“ Außerdem erinnerte er daran, dass die Region heuer beworben werde wie nie zuvor, wenn der erste Nationalpark Deutschlands im Bayerischen Wald den 40. Geburtstag feiert.
Dass das Jubiläum in diesem Jahr das Ereignis schlechthin werden wird, erklärte auch Karl Friedrich Sinner, Leiter des Nationalpark, bei der Vorstellung der Jahresplanung. „Wir haben einen bunten Strauß an Veranstaltungen für die Menschen der Region und unsere Gäste bereit.“
Auf dem Plan für 2010 stünden unter anderem auch die Neueinrichtung des Hans-Eisenmann-Hauses, die barrierefreie Umgestaltung des Tierfreigeländes im Altpark, die Neuausrichtung des

 Waldgeschichtlichen Museums sowie vier Großveranstaltungen im Haus zur Wildnis

Besucherrekord der Bayerwaldbahn
     

aus der PNP Viechtach: vom 30.01.2010

Naturpark fordert regulären Zugbetrieb nach Viechtach - Vortrag in der Umweltstation

Viechtach. Über ein volles Haus freuten sich die Veranstalter des Vortrags über die Geschichte und Zukunft der Bahn im Regental nach Viechtach. Auch viele Verantwortliche aus Politik und Gesellschaft folgten der gemeinsamen Einladung des Naturparks und des Vereins "Wanderbahn im Regental". Heinrich Schmidt, 1. Vorsitzender des Naturparks, begrüßte die rund 75 Zuhörer in der Umweltstation Viechtach im Dachgeschoss des Alten Rathauses. Als Leiter der Umweltstation wies er eingangs auf die aktuellen Bemühungen zur Reaktivierung dieser Bahnstrecke hin: "Eine Wiederaufnahme eines
regelmäßigen Bahnverkehrs nach Viechtach ist eine wichtige Forderung von Landkreis, Kommunen und des Naturparks", betonte er. Und: "Eine Anreise mit der Bahn ist nicht nur umwelt- und klimafreundlich, sondern lädt auch dazu ein, die Natur weiter zu erkunden".

Die Vorstände des Wanderbahnvereins, Andreas Fried und Arnulf Baier, berichteten über die Bahnstrecke von Gotteszell nach Viechtach. Diese gilt als eine der landschaftlich reizvollsten Bayerns und verläuft ab Teisnach durch das wildromantische Regental. Mit einem Rückblick auf die 120-jährige Geschichte dieser Eisenbahn begann der Vortrag.

Im Jahr 1890 wurde die Bahnstrecke von Gotteszell nach Viechtach als private Lokalbahn nach nur einjähriger Bauzeit eröffnet. Ein Eisenbahn-Komitee mit Lokalpolitikern, Fabrikanten, geistlichen und gesellschaftlichen Würdenträgern hatte den für die Region so wichtigen Verkehrsanschluss auf den Weg gebracht. Diese gemeinsame Selbsthilfe war in Bayern beispielhaft.

Durch das Flusstal des Schwarzen Regens

Die Bahntrasse verlief durch die Flusstäler des Schwarzen Regens und der Teisnach. Mit der Streckenführung entlang der Fließgewässer sparte man sich große Höhenunterschiede und gewaltige Erdbewegungen. Damit waren fast keine Brücken und Einschnitte erforderlich, lediglich ein kurzer Tunnel wurde an einer Engstelle bei Böbrach gebaut. Diese landschaftsgebundene Bauweise bedingt auch heute noch einen vergleichsweise geringen Instandhaltungsaufwand.

Ab 1928 betrieb die Regentalbahn AG diese kleine Regionalbahn. In der Blütezeit nutzten mehrere hunderttausend Fahrgäste im Jahr diese privatwirtschaftlich betriebene Eisenbahn. Die Zahl der Reisenden ging jedoch stetig zurück, so dass 1991 der tägliche Personenverkehr eingestellt wurde. Im Jahr 2004 verkaufte der Freistaat Bayern seinen Aktienbesitz an der Regentalbahn AG an den britischen Arriva-Konzern und erlöste damit 60 Millionen Euro.

Seit 1991 bietet der Verein "Wanderbahn im Regental" einen Ausflugsverkehr an Wochenenden an und befördert heute mit ehrenamtlicher Arbeit jährlich über 10 000 Fahrgäste. "Viele Wanderer, Kanu- und Radfahrer nutzen dieses Angebot, das gerade von Bahn- und Naturfreunden aus Nah und Fern gerne angenommen wird", berichtete Arnulf Baier, 1. Vorsitzender des Wanderbahn-Vereins. "Im Juni letzten Jahres haben wir eine Sonderfahrt für Politiker organisiert, bei der neben Bundes- und Landtagsabgeordneten auch Bürgermeister und Landräte teilnahmen. Dabei wurde eine Wiederaufnahme des täglichen Bahnverkehrs im Zwei-Stunden-Takt und eine Erweiterung des Waldbahnnetzes über Teisnach nach Viechtach gefordert", erläuterte er den Ausgangspunkt zu den aktuellen Diskussionen. Im November letzten Jahres setzten sich Vertreter der Region in München bei einem Treffen mit dem zuständigen Wirtschaftsminister Martin Zeil für die heimische Bahnlinie ein.

"Die ganze Region zieht an einem Strang", freute sich Arnulf Baier und hofft auf einen Erfolg des Vorhabens.

Der Wanderbahnverein hat detaillierte Vorschläge für die neue so genannte "Bayerwaldbahn" von Gotteszell nach Viechtach erarbeitet, die von Andreas Fried dargestellt wurden. Ein integrierter zweistündiger Taktverkehr könnte täglich neun Zugfahrten von etwa 5 bis 23 Uhr ermöglichen.

Täglich neun Zugfahrten

Mit schrankengesicherten Bahnübergängen und den spurtstarken Triebwägen der Waldbahn ist eine Fahrzeit von rund 30 Minuten zu erwarten. "Vielleicht könnte auch die Tradition der "Touristiker-Züge", die Urlauber unmittelbar bis zu ihrem Zielort bringen, wieder aufgenommen werden", meinte Fried. Der Referent verwies dabei auch auf die positiven Erfahrungen mit dem letztjährigen "Weihnachtsexpress" in Bodenmais.

Abschließend bedankte sich Heinrich Schmidt bei den beiden Referenten für ihre interessanten Ausführungen und überreichte ihnen ein kleines Präsent. "Eine Integration der Bahnstrecke nach Viechtach in das Waldbahnnetz wäre ein zukunftsweisendes Projekt, mit dem auch die regionale Wirtschaftskraft und der sanfte Tourismus gefördert werden könnte", betonte der Naturparkvorsitzende Schmidt. "Damit könnte der Freistaat Bayern seiner Verantwortung gerecht werden, wieder einen kleinen Teil des Verkaufserlöses für die Regentalbahn in die Region
 zurückzubringen". 
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Bahngleise erhalten kirchlichen Segen      

PNP Pa-Land vom 18.12.2009

Max Stadler (FDP) und Eike Hallitzky (Grüne) betonen Bedeutung der Ilztalbahn

Fürsteneck. Sicher hat es das an den Gleisen der Ilztalbahn in diesem Abschnitt noch nie gegeben: Die mit Maschineneinsatz und viel ehrenamtlichem Einsatz des Fördervereins Ilztalbahn sanierte Schadstelle in Hutthurm-Voglöd unmittelbar am Bahnhof Fürsteneck wurde abschließend von Pfarrer Markus Krell aus Röhrnbach gesegnet.

Krell in seinem Segensgebet: „Unser Leben scheint oft sehr eingefahren zu sein, auf einem ganz bestimmten Gleis zu verlaufen. Gerade Jesus ermutigt uns aber dazu, auch einmal die eingefahrenen Gleise zu verlassen und eine Nebenstrecke zu befahren, die uns über den Tellerrand schauen lässt, die uns neue, engagierte Menschen kennenlernen lässt und andere Sicht- und Denkweisen.“

Der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Max Stadler (FDP) und MdL Eike Hallitzky (Grüne) betonten vor Ort die Bedeutung der Reaktivierung der Bahn für die gesamte Region, sowie deren grenzüberschreitende Wirkung und boten ihre weitere Unterstützung an. Stadler: „Lassen Sie nicht nach, sich für diese Reaktivierung einzusetzen. Die Region wird nie mehr Gleise bekommen, wenn sie einmal abgebaut sind. Diese Verkehrsinfrastruktur muss erhalten bleiben.“

MdL Hallitzky betonte in der anschließend stattfindenden kleinen Feierstunde, dass „die erstellten Gutachten der Bayerischen Eisenbahngesellschaft von 1998, das ITB-Konzept des Grenzüberschreitenden Freizeitverkehrs Donau-Ilz-Moldau und die soeben veröffentlichte Struktur- und Potenzialanalyse der Euregio vor allem im Bereich des derzeit nicht vorhandenen Wochenendverkehrs absolut deckungsgleich sind.“ Hallitzky: „Damit ist jetzt hoffentlich nach elf Jahren allen Akteuren klar geworden, dass wir mitten in Europa endlich einen Lückenschluss der Bahnlinien nach Böhmen brauchen. Dies trifft zuallererst auf die touristischen Wochenendverkehre im Korridor Passau - Nationalparkregion Bayerischer Wald/Sumuva zur Verbindung der Tourismusregionen beiderseits der Grenze zu“.

MdL Bernhard Roos (SPD) machte darauf aufmerksam, dass etwa ein Tausendstel der zur Rettung der „Hypo Alpe Adria/Bayerische Landesbank“ benötigten Gelder für eine Grundsanierung der Bahnstrecke reichen würden.

Die etwa 60 anwesenden Vereinsmitglieder ließen die würdevolle Feierstunde im Gasthaus „Zur Linde“ in Voglöd bei einer deftigen Brotzeit gut gelaunt ausklingen. - coy

 


Europaregion als gemeinsames Ziel PDF Drucken E-Mail

PNP vom 14.12.2009

Mitgliederversammlung der „Politischen Arbeitsgemeinschaft Unterer Bayerischer Wald“

Von Norbert Peter

Freyung. Am 24. April 1964 wurde die „Politische Arbeitsgemeinschaft Unterer Bayerischer Wald“ gegründet - seit diesem Tag hat dieser Verbund nichts von seiner Vitalität und Leistungsbereitschaft verloren. Ganz im Gegenteil - in den über 40 Jahren wurden die Herausforderungen immer größer. Bei der Mitgliederversammlung im Landhotel Brodinger stand diesmal unter Leitung des Vorsitzenden Jürgen Dupper, Oberbürgermeister der Stadt Passau, der Aufbau der „Europaregion Donau-Moldau“ im Mittelpunkt.

Staatsminister Helmut Brunner betonte dazu in einem politischen Statement, es gehe für die Region im Dreiländereck um die Nutzung von Chancen in der Globalisierung, „denn im Vergleich zu modernen Infrastrukturen großer Metropolen bestehen Defizite“. Prognosen sagen für den Bayerischen einen Bevölkerungsschwund vorher. „Vitale Gemeinden und Regionen sind aber das Rückgrat lebensfähiger ländlicher Räume, und das muss unser Ziel sein.“ Globale Herausforderungen erfordern grenzübergreifende Lösungen - eben die Europaregion „Donau-Moldau“.

„Die EU eröffnet Chancen, die wir nutzen sollten“, betonte Brunner. Daher müssten finanzielle Mittel zur Förderung grenzüberschreitender Zusammenarbeit für die nächste Finanzperiode von 2013 bis 2020 gesichert werden.

An Themen sollten dabei aufgegriffen werden: Länderübergreifende Projekte im Bereich des ländlichen Tourismus, Ausbau der Regionalvermarktung, Intensivierung der forstwirtschaftlichen Zusammenarbeit, ein internationales Cluster-Management, vernetzte Bildung von Fachhochschulen und der Universitäten Passau, Linz, Budweis und Pilsen, grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Agrar- und Umweltbereich.

Aber: „Die Politik kann nur die notwendigen Plattformen schaffen und Denkanstöße geben, die Projekte müssen von den Städten und Kommunen kommen“, erklärte Brunner. Die Bayerisch Staatsregierung werde Ideen unterstützen im Hinblick auf den historischen und europäischen Auftrag. „Dafür werde ich mich einsetzen, die ländlichen Räume wettbewerbsfähig und auch lebensfähig zu machen. Die Europaregion Donau-Moldau kann dabei den richtigen Impuls geben.“
Doch wie sieht und fördert die EU ein derartiges Gebilde? Europaabgeordneter Manfred Weber teilte mit, dass ein Europäischer Verband für territoriale Zusammenarbeit „EVTZ“ möglich sei. Inhalt dieses EVTZ sei, dass die harmonische Entwicklung eine territoriale Zusammenarbeit voraussetzt. Mit der Bildung der Europaregion Donau-Moldau wäre ein Eckpfeiler geschaffen.

In der derzeitigen Konzentrierungsphase sei es ein Glücksfall, so Weber, dass der Österreicher Hahn als EU-Kommissar die Strukturpolitik leiten wird, der auch Bayern bestens kennt - „und da kann es dann rund laufen“. Den Metropolregionen solle man mit Regionalmetropolen begegnen, erklärte Weber. Aber dazu sollte man nicht mit leeren Papieren nach Brüssel reisen, sondern mit konkreten und ausgereiften Vorhaben und Projekten. „Die Europaregion Donau-Moldau ist ein Zukunftsmodell, das auch Erfolg verspricht.“

Doch ganz in trockenen Tüchern ist der Aufbau der „Europaregion Donau-Moldau“ hinsichtlich der Förderung noch nicht, informierte Arge-Geschäftsführer Kaspar Sammer. Bis Juli 2012 seien die Vorarbeiten zu leisten, um eine Organisationsstruktur für die Europaregion zu schaffen, thematische Schwerpunkte mit mittelfristigen Entwicklungszielen und Strategien zu setzen.Während der Aufbau Österreich-Tschechien mit 450 000 Euro und Bayern-Österreich mit 337 500 Euro ohne Widerstände genehmigt wurden, kam aus der Oberpfalz und aus Pilsen ein Veto für die ausgearbeitete Struktur Bayern-Tschechien, für die 345 000 Euro angesetzt sind. In weiteren Verhandlungen will man nun erreichen, dass auch dieses Projekt umgesetzt werden kann. Das Verhalten der Oberpfälzer entfachte den Unmut der Arge.

Bundestagsabgeordneter Barthl Kalb erinnerte, dass es möglich sein müsste, so schnell wie bei der Grenzöffnung eine Ebene der Zusammenarbeit zu finden. Landrat Ludwig Lankl meinte, es sei eine Diskussion entstanden, die zu keiner Konfrontation führen dürfe.

Botschafter Johannes Haindl von der Deutschen Botschaft in Prag sah in seinen „Perspektiven der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit“ die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft Unterer Bayersicher Wald von grundlegender Bedeutung. Er könne keine Probleme in der bilateralen Zusammenarbeit feststellen, betonte Haindl. „Deutschland und Tschechien sind ein Zukunftsland - und mit guten Projekten sollte man darauf bauen“, meinte Johannes Haindl.

Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Max Stadler vom Bundesministerium der Justiz betonte, „die Zeiten sind derzeit politisch nicht einfach“. Im grenzüberschreitenden Konzept wurde mit der tschechischen Republik ein Übereinkommen zur gemeinsamen Bekämpfung der Kriminalität vereinbart.

Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen meinte, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit brauche auch Wege, um zueinander zu kommen.


Ilztalbahn-Freunde haben einen Grund zum Feiern PDF Drucken E-Mail

PNP Freyung vom 10.12.2009

Freyung-Waldkirchen. „Ich glaube, wir alle können stolz darauf sein, was wir in diesem Jahr gemeinsam an unserer Bahnstrecke geschafft haben“, sagt Ilztalbahn-Fördervereinsvorsitzender Michael Liebl. Das Loch beim Bahnhof Fürsteneck gibt es nicht mehr. Knapp vier Tage wurde daran gearbeitet. Alois Pauli, der Chef des gleichnamigen Freyunger Bauunternehmens, hat die Arbeiten geleitet. „Er wurde tatkräftig unterstützt von unseren freiwilligen Helfern, angeführt von Sepp Gais“, so Liebl, „das ist unsere Art, Politik in die Hand zu nehmen“.

Die Strecke seit nunmehr von Freyung bis Passau frei von wesentlichen Hindernissen, natürlich mit Ausnahme der so genannten. „Großen Schadstelle Hacklberg“. Aus diesem Anlass lädt der Förderverein zu einer kleinen gemeinsamen Feier am Bahnhof Fürsteneck ein. Und zwar am Samstag, 12. Dezember, ab 14.30 Uhr.

Nach dem kirchlichen Segen an der Baustelle durch Pfarrer Markus Krell aus Röhrnbach trifft man sich im benachbarten „Gasthaus zur Linde“ zum Umtrunk. Bei dieser Gelegenheit können die Gäste auch einen Christbaum (original Bahnfichte) und den Kalender 2010 erwerben. Der Erlös kommt dem Förderverein zu Gute. Christbäume von der Bahntrasse gibt es täglich ab Samstag in Waldkirchen im Baronhof (Verkauf durch Optik Pietzsch). - pnp



Immer noch: Bus und Bahn in engen Grenzen PDF Drucken E-Mail

PNP vom 08.12.2009

Euregio sieht starke Defizite bei den Verkehrsverbindungen zwischen Bayern und Böhmen

Von Karin Mertl

Passau. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) zwischen Bayern und Böhmen sollte ausgebaut werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, welche die Euregio Bayerischer Wald-Böhmerwald-Unterer Inn im Auftrag der Landkreise Passau, Freyung-Grafenau und Regen sowie der Stadt Passau hat erstellen lassen.

Das Ingenieurbüro gevas, humberg & partner aus München und das Centrum für marktorientierte Tourismusforschung (CenTouris) an der Universität Passau hatten im laufenden Jahr an den Grenzübergängen Rittsteig, Bayerisch Eisenstein, Finsterau, Philippsreut, Haidmühle und Schöneben Verkehrszählungen erhoben. Dabei füllten über 6000 Personen Fragebögen zu ihrem Reiseverhalten aus. Rund 60 000 Personen wurden insgesamt bei ihrem Grenzübertritt gezählt.

Bei der Bewertung der Studie gestern im Passauer Rathaus hieß es, dass die bestehenden Verbindungen an den Übergängen Rittsteig (in der Nähe von Lam) und Bayerisch Eisenstein (Waldbahn und drei Buslinien) besser mit den Zubringer-Verkehren verknüpft werden sollten. Für den Unteren Bayerischen Wald wäre „die Anbindung an das grenznahe Bahn- und Busnetz auf tschechischer Seite erstrebenswert und insbesondere an Wochenenden für den Urlaubs- und Freizeitverkehr von Bedeutung“. Euregio-Geschäftsführer Kaspar Sammer betonte, dass der untersuchte Grenzraum verglichen mit anderen Regionen ein „weißer Fleck“ in Europa und ausgesprochen schlecht durch ÖPNV-Angebote vernetzt sei. Die Studie komme zu dem Schluss, dass dieser Umstand ein gravierender Standort-Nachteil sei und  durch politische Weichenstellungen verbessert werden solle.

Dazu werden auch gleich konkrete Vorschläge gemacht:

eine Ringlinie von Zwiesel über Eisenstein, Außergefild und Buchwald nach Spiegelau, weil im nördlichen Untersuchungsgebiet Direktverbindungen in den Nationalpark Sumava und in den Nationalpark Bayerischer Wald fehlen,

zur Verbesserung des Zubringerverkehrs nach Bayerisch Eisenstein ein Stundentakt der Waldbahn zwischen Zwiesel und Grafenau und auf tschechischer Seite eine Verlängerung der Verbindung Bayerisch Eisenstein-Spitzberg nach Klattau und damit nach Prag und Pilsen,

eine täglich durchgehende Verbindung am Grenzübergang Finsterau/Buchwald mit Anbindung an die Nationalparklinien,

zusätzliche Fahrtmöglichkeiten am Wochenende über Philippsreut und Haidmühle sowie eine Anbindung von Freyung nach Philippsreut/Kuschwarda und damit nach Winterberg und Wallern, außerdem von Waldkirchen nach Haidmühle und weiter nach Krumau,

zusätzliche Angebote analog zu den Igelbussen (eigene Linien im Nationalpark Bayerischer Wald) vor allem im Sommer wegen des zu erwartenden, höheren Fahrgastaufkommens,

eine verbesserte Anbindung vor allem am Wochenende von Haidmühle nach Passau, weil die tschechische Eisenbahn in den kommenden Jahren eine deutlich bessere Taktung der Züge von Winterberg und Wallern nach Haidmühle anstrebt.

Die Landräte Ludwig Lankl (Freyung-Grafenau) und Heinz Wölfl (Regen) drängten vor allem auf die Öffnung des Durchgangsverkehrs am Grenzübergang Finsterau. Die Blockadehaltung der tschechischen Seite sei nicht zu verstehen, hier müsse mit den südböhmischen Partnern verhandelt werden. Wölfl hält zudem eine gegenseitige Anerkennung der Tarife in den beiden Nationalparks für wichtig und sieht sich mit der Studie im Rücken gut gerüstet für Verhandlungen mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium.

Lankl möchte zusätzlich erreichen, dass die Touristen nach dem Beispiel von Spiegelau über die Kurkarte den ÖPNV kostenlos nutzen können. „Die Bürgermeister sind da sehr aufgeschlossen“, sagte er.

Welche Perspektiven sich mit der Studie für die Ilztalbahn ergeben, wollte Lankl nicht kommentieren: „Das wird sich zeigen, die Gespräche werden weitergeführt“, sagte er.

Passaus Landrat Franz Meyer und Oberbürgermeister Jürgen Dupper unterstrichen indes beide die Notwendigkeit, den Zubringerverkehr von Passau nach Waldkirchen und Freyung vor allem am Wochenende zu stärken - unabhängig davon, ob dies mit Bus oder Bahn bewerkstelligt wird.
Meyer kündigte an, das Ergebnis der Studie zunächst mit den Fraktionsvorsitzenden zu besprechen und dann in den Gremien des Kreistages zu beraten.

Laut Euregio-Geschäftsführer Sammer werde man versuchen, in den nächsten zwei, drei Jahren schon Lösungen anbieten zu können.

Naturschützer stehen voll hinter der Ilztalbahn PDF Drucken E-Mail

PNP vom 17.12.2009



Kreisgruppe bewertet ÖPNV-Studie

Passau. Die beiden Kreisgruppen des Bundes Naturschutz (BN) Passau und Freyung-Grafenau stehen weiter hinter dem Projekt Ilztalbahn. In einer Presseerklärung appelliert Vorstandssprecher Dieter Listl an die Landkreise Passau und Freyung-Grafenau, die Kommunen und die Regierung von Niederbayern, „bei der im Januar stattfindenden Regionalkonferenz das Projekt Ilztalbahn als gemeinsame Chance zu ergreifen“.

Außerdem fordern die Gruppen: „Es muss aufhören, dass mit vorgeschobenen Argumenten und einer unberechenbaren Art der Antragsprüfung seitens der zuständigen Stelle diese Chance für die gesamte Region verjuxt wird.“ Das „Konzept Ilztalbahn“ sei für den Unteren Bayerischen Wald geradezu maßgeschneidert für einen sanften Tourismus. Es setze da an, wo die Defizite durch die jüngste Struktur- und Potenzialanalyse des Ingenieurbüros GEVAS (München) und des Centrums für marktorientierte Tourismusforschung (CenTouris) aufgezeigt wurden, „nämlich bei der katastrophalen ÖPNV- Unterversorgung unseres Grenzraumes zur Donau-Moldau Region in Südböhmen“. Gerade das in der Studie festgestellte Vakuum eines Freizeit- und Tourismusverkehrs an den Wochenenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln könne die Ilztalbahn mit grenzüberschreitendem Anschlussbus-System und mit Radwegen beheben helfen.

Daher sei es unverständlich, dass der Förderantrag nicht auf die Tagesordnung des Lenkungsausschusses gesetzt wurde und unter den dort 26 bewilligten Projekten kein einziges ÖPNV-Projekt vertreten war. „Straßen statt ÖPNV, das kann es wohl nicht sein“, stellt der BN fest.  - red

Erst kommt der Bagger, dann die Bahn PDF Drucken E-Mail

PNP vom 10.12.2009

Die Unterspülung bei Fürsteneck/Voglöd ist beseitigt - Am Samstag Bahnhofsfest

Hutthurm/Fürsteneck. Von der Tatsache, dass der Interreg-Förderantrag zur Reaktivierung der Bahnlinie Passau-Freyung in der Versenkung verschwinden muss, lassen sich die Mitglieder des Fördervereins Ilztalbahn nicht entmutigen: Mit viel Elan reparieren sie in Eigenregie Schadstellen an den Gleisen. Denn nach wie vor haben sie ihr Ziel vor Augen: 2010 soll der erste Zug fahren.

Seit dem Unwetter im August 2002 hingen die Gleise beim Bahnhof Fürsteneck in Voglöd in der Gemeinde Hutthurm in der Luft. Jetzt ist auch diese Schadstelle repariert. In einer viertägigen Aktion und unter Zuhilfenahme von schweren Verdichtungsmaschinen sowie einem Bagger wurde die sogenannte kleine Schadstelle in Voglöd wieder befahrbar gemacht. Nachdem die Helfer einen verstopften Durchlass ausgeputzt hatten, der einen Hangrutsch verursacht hatte, Stahlschwellen abmontiert und Gestrüpp beseitigt hatten, bauten sie einen neuen Fallschacht.

Die Arbeiten gingen unter baufachlicher Aufsicht in wenigen Tagen über die Bühne. Im Anschluss wurde der nötige Bahnschotter eingebracht und verfüllt. Somit, erklären die Mitglieder des Fördervereins nicht ohne Stolz, sei auch diese Schadstelle für den Bauzug der ITB-GmbH ab Freyung wieder befahrbar.

Auch andernorts wurden die Helfer aktiv: Bei Kilometer 42 unterhalb von Karlsbach beseitigten sie in einem Waldgrundstück einen leichten Hangrutsch und befestigten das Gelände mit Eisenstangen, Schalungen und rund 30 Tonnen Schotter. Südlich von Kalteneck am sogenannten Grablinger Bach räumten die Bahnfreunde Überschwemmungsschäden beiseite. Zugleich wurde hier ein verschütteter Wasserdurchlass freigelegt und saniert.

Zeitgleich mit diesen Reparatur-Arbeiten wurde ein weiterer wichtiger Vertrag unterzeichnet: der „Eisenbahn-Infrastrukturanschlussvertrag“ regelt die Zuständigkeiten zwischen der DB Netz-Gesellschaft und der Rhein-Sieg-Eisenbahn ab dem Grenzpunkt beider Zuständigkeiten am Einfahrsignal von Passau. Er ist Grundlage dafür, dass Züge oder Rangier-/Sperrfahrten zwischen der DB Netz und der RSE verkehren können und regelt auch die Zuständigkeiten für die Instandhaltung und Erneuerung.

Ihren Erfolg, dass die Strecke nunmehr von Freyung bis Passau - abgesehen natürlich von der „großen Schadstelle Hacklberg“ - frei ist von wesentlichen Hindernissen, wollen die Bahnfreunde und -förderer bei einem kleinen Fest am Samstag, 12. Dezember, am Bahnhof Fürsteneck feiern. Los geht es um 14.30 Uhr in Voglöd, gegen 15 Uhr wird Pfarrer Markus Krell, Röhrnbach, der Baustelle den kirchlichen Segen erteilen. Anschließend treffen sich die Ilztalbahn-Förderer im „Gasthaus zur Linde“ zum Umtrunk mit Leberkäs und Kartoffelsalat. - coy

Immer noch: Bus und Bahn in engen Grenzen PDF Drucken E-Mail

PNP vom 08.12.2009

Euregio sieht starke Defizite bei den Verkehrsverbindungen zwischen Bayern und Böhmen

Von Karin Mertl

Passau. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) zwischen Bayern und Böhmen sollte ausgebaut werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, welche die Euregio Bayerischer Wald-Böhmerwald-Unterer Inn im Auftrag der Landkreise Passau, Freyung-Grafenau und Regen sowie der Stadt Passau hat erstellen lassen.

Das Ingenieurbüro gevas, humberg & partner aus München und das Centrum für marktorientierte Tourismusforschung (CenTouris) an der Universität Passau hatten im laufenden Jahr an den Grenzübergängen Rittsteig, Bayerisch Eisenstein, Finsterau, Philippsreut, Haidmühle und Schöneben Verkehrszählungen erhoben. Dabei füllten über 6000 Personen Fragebögen zu ihrem Reiseverhalten aus. Rund 60 000 Personen wurden insgesamt bei ihrem Grenzübertritt gezählt.

Bei der Bewertung der Studie gestern im Passauer Rathaus hieß es, dass die bestehenden Verbindungen an den Übergängen Rittsteig (in der Nähe von Lam) und Bayerisch Eisenstein (Waldbahn und drei Buslinien) besser mit den Zubringer-Verkehren verknüpft werden sollten. Für den Unteren Bayerischen Wald wäre „die Anbindung an das grenznahe Bahn- und Busnetz auf tschechischer Seite erstrebenswert und insbesondere an Wochenenden für den Urlaubs- und Freizeitverkehr von Bedeutung“. Euregio-Geschäftsführer Kaspar Sammer betonte, dass der untersuchte Grenzraum verglichen mit anderen Regionen ein „weißer Fleck“ in Europa und ausgesprochen schlecht durch ÖPNV-Angebote vernetzt sei. Die Studie komme zu dem Schluss, dass dieser Umstand ein gravierender Standort-Nachteil sei und  durch politische Weichenstellungen verbessert werden solle.

Dazu werden auch gleich konkrete Vorschläge gemacht:

eine Ringlinie von Zwiesel über Eisenstein, Außergefild und Buchwald nach Spiegelau, weil im nördlichen Untersuchungsgebiet Direktverbindungen in den Nationalpark Sumava und in den Nationalpark Bayerischer Wald fehlen,

zur Verbesserung des Zubringerverkehrs nach Bayerisch Eisenstein ein Stundentakt der Waldbahn zwischen Zwiesel und Grafenau und auf tschechischer Seite eine Verlängerung der Verbindung Bayerisch Eisenstein-Spitzberg nach Klattau und damit nach Prag und Pilsen,

eine täglich durchgehende Verbindung am Grenzübergang Finsterau/Buchwald mit Anbindung an die Nationalparklinien,

zusätzliche Fahrtmöglichkeiten am Wochenende über Philippsreut und Haidmühle sowie eine Anbindung von Freyung nach Philippsreut/Kuschwarda und damit nach Winterberg und Wallern, außerdem von Waldkirchen nach Haidmühle und weiter nach Krumau,

zusätzliche Angebote analog zu den Igelbussen (eigene Linien im Nationalpark Bayerischer Wald) vor allem im Sommer wegen des zu erwartenden, höheren Fahrgastaufkommens,

eine verbesserte Anbindung vor allem am Wochenende von Haidmühle nach Passau, weil die tschechische Eisenbahn in den kommenden Jahren eine deutlich bessere Taktung der Züge von Winterberg und Wallern nach Haidmühle anstrebt.

Die Landräte Ludwig Lankl (Freyung-Grafenau) und Heinz Wölfl (Regen) drängten vor allem auf die Öffnung des Durchgangsverkehrs am Grenzübergang Finsterau. Die Blockadehaltung der tschechischen Seite sei nicht zu verstehen, hier müsse mit den südböhmischen Partnern verhandelt werden. Wölfl hält zudem eine gegenseitige Anerkennung der Tarife in den beiden Nationalparks für wichtig und sieht sich mit der Studie im Rücken gut gerüstet für Verhandlungen mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium.

Lankl möchte zusätzlich erreichen, dass die Touristen nach dem Beispiel von Spiegelau über die Kurkarte den ÖPNV kostenlos nutzen können. „Die Bürgermeister sind da sehr aufgeschlossen“, sagte er.

Welche Perspektiven sich mit der Studie für die Ilztalbahn ergeben, wollte Lankl nicht kommentieren: „Das wird sich zeigen, die Gespräche werden weitergeführt“, sagte er.

Passaus Landrat Franz Meyer und Oberbürgermeister Jürgen Dupper unterstrichen indes beide die Notwendigkeit, den Zubringerverkehr von Passau nach Waldkirchen und Freyung vor allem am Wochenende zu stärken - unabhängig davon, ob dies mit Bus oder Bahn bewerkstelligt wird.
Meyer kündigte an, das Ergebnis der Studie zunächst mit den Fraktionsvorsitzenden zu besprechen und dann in den Gremien des Kreistages zu beraten.

Laut Euregio-Geschäftsführer Sammer werde man versuchen, in den nächsten zwei, drei Jahren schon Lösungen anbieten zu können.

MdL Hallitzky: „Enormer Schaden“ PDF Drucken E-Mail

PNP-Regional vom 07.12.2009

Freyung-Grafenau. Die aktuelle Entscheidung der Regierung von Niederbayern, der Ilztalbahn GmbH derzeit keine Chance auf EU-Förderungen für ihr „Donau-Ilz-Moldau-Konzept“ zu geben, stößt bei MdL Eike Hallitzky auf größtes Unverständnis: „Knapp 30 Jahre nach dem Ende des öffentlichen Personennahverkehrs zwischen Bayern und Böhmen wird hier die von einer privaten Initiative begonnene und für die Region fundamentale Aufgabe, den grenzüberschreitenden ÖPNV wiederzubeleben, vom Tisch gewischt."

Er begrüße es ausdrücklich, dass die ITB GmbH trotzdem an ihrem Ziel festhält, im kommenden Jahr wieder einen touristischen Personenverkehr zwischen Passau und Freyung aus eigenen Mitteln einzurichten. „Die Erwartung einiger lokaler Politiker, mit ihrer Boykotthaltung die Ilztalbahn beerdigen zu können, wird sich somit als Irrtum herausstellen.“ Der finanzielle Schaden für die Region zwischen Passau und Freyung sei jedoch enorm, weil durch das auf Verhinderung angelegte Verhalten der Bezirksregierung und des Wirtschaftsministeriums erhebliche Summen an europäischen Fördergeldern verloren gehen. „Das ist das glatte Gegenteil der angeblichen Bemühungen des Wirtschaftsministers, die Region des Unteren Bayerischen Waldes bevorzugt fördern zu wollen.“ Noch nicht einschätzbar sei zudem die Reaktion unserer tschechischen Nachbarn. „Diese werden vor den Kopf geschlagen. Die demnächst tagsüber zweistündigen Verbindungen aus dem Innern Tschechiens enden an der bayerischen Grenze im Nichts.“ - pnp 

 
Mitglieder des Fördervereins Ilztalbahn reparieren die Schienen PDF Drucken E-Mail

PNP vom 07.12.2009

Die Unterspülung beim Bahnhof Fürsteneck/Voglöd ist beseitigt - „Eisenbahn-Infrastrukturanschlussvertrag“ zwischen DB und RSE unterzeichnet

Freyung-Grafenau. Sie sind ehrenamtlich am Werk und lassen sich auch durch die Tatsache nicht entmutigen, dass der Interreg-Förderantrag zur Reaktivierung der Bahnlinie Passau-Freyung in der Versenkung verschwinden muss: Mit viel Elan reparieren Mitglieder des Fördervereins Ilztalbahn in Eigenregie Schadstellen an den Gleisen. Ihr Ziel nach wie vor: 2010 soll der erste Zug fahren.

Seit dem Unwetter im August 2002 hingen die Gleise beim Bahnhof Fürsteneck/Voglöd in der Luft. Jetzt ist auch diese Schadstelle repariert. In einer mehrtägigen Aktion und unter Zuhilfenahme von schweren Verdichtungsmaschinen sowie einem Bagger wurde die so genannte „kleine Schadstelle“ in Voglöd wieder befahrbar gemacht. Nach dem Ausputzen des durch einen nicht gereinigten Durchlass entstandenen Hangrutsches, dem Abmontieren der Stahlschwellen und der Vegetationsbeseitigung stellten Mitglieder des Fördervereins Ilztalbahn einen neuen Fallschacht her.

Die zu- und abführenden neuen Verrohrungen, die ilzseitigen Hangbefestigungen und die Verfüllung mit Beton und großen Wasserbausteinen konnte unter baufachlicher Aufsicht in wenigen Tagen geleistet werden. Nach dem Einbringen und Verfüllen des nötigen neuen Bahnschotters ist auch diese Schadstelle für den Bauzug der ITB-GmbH ab Freyung wieder befahrbar.

Mitglieder des Fördervereins Ilztalbahn beseitigten außerdem ehrenamtlich bei Kilometer 42 unterhalb von Karlsbach in einem Waldgrundstück einen leichten Hangrutsch. Unter Zuhilfenahme des eigenen Bauzugs SKL wurden in einem ersten Schritt Arbeitsmaterialien wie Eisenstangen, Bahnschwellen und „Wacker-Stampfer“ zur Baustelle gefahren, in mehreren Fuhren erfolgte die Anlieferung des nötigen Steinmaterials. Nach dem Ausschneiden und dem stufigen Befestigen des Hangbereichs mit massiven Eisenstangen und Schalungen wurden von den Vereinsmitgliedern etwa 30 Tonnen Schotter eingebaut und verdichtet.

Zuletzt wurden südlich von Kalteneck am so genannten „Grablinger Bach“ Überschwemmungsschäden beseitigt. Mit viel Arbeitskraft und der Zuhilfenahme eines Mini-Baggers wurde ein verschütteter Wasserdurchlass freigelegt und saniert. Das im Laufe der Zeit über die Trasse geschwemmte Erdreich wurde abgenommen und die Wasserläufe wurden kanalisiert. Der punktuell fehlende ausgespülte Schotter kann nach der Sanierung in Voglöd mit dem Bauzug der ITB angeliefert und eingearbeitet werden.

Zeitgleich mit diesen Reparatur-Arbeiten wurde ein weiterer wichtiger Vertrag unterzeichnet: der „Eisenbahn-Infrastrukturanschlussvertrag“ regelt die Zuständigkeiten zwischen der DB Netz-Gesellschaft und der Rhein-Sieg-Eisenbahn ab dem Grenzpunkt beider Zuständigkeiten am Einfahrsignal von Passau. Er ist Grundlage dafür, dass Züge oder Rangier-/Sperrfahrten zwischen der DB Netz und der RSE verkehren können und regelt auch die Zuständigkeiten für die Instandhaltung und Erneuerung. - coy 

 

 

 

 


 


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